FAQ

Warum in Wüstengebieten?

Für die Verteilung der LumoBags in Wüstengebieten sprechen mehrere Gründe:

  1. Die Sonneneinstrahlung erreicht dort die höchsten Werte, es kann daher die größte Energiemenge reflektiert werden.
  2. Die Nutzung des landwirtschaftlichen Bodens wird nicht beeinträchtigt.
  3. Aufgrund der geringen Artenvielfalt sowie der gleichmäßigen Verteilung der Arten können die Umweltauswirkungen minimiert werden.

Werden die LumoBags nicht vom Sand zugeweht?

Wüstengebiete bestehen zum größten Teil aus Stein- oder Geröllwüsten, Sandwüsten haben einen Anteil von ca. 20% (Sahara). Das LumoBag-System ist sehr flexibel und ermöglicht die Anwendung in allen Landschaftstypen. In allen Fällen ist ein Kontroll- und Pflegesystem Teil des Konzeptes, um eine möglichst hohe Rückstrahlung sicherzustellen. Dies wird vorwiegend durch solarbetriebene automatisierte Reinigungssysteme erfolgen, wie sie bereits bei der Pflege von Photovoltaikanlagen zum Einsatz kommen.

Warum Aluminium? Das ist ja nicht nachhaltig.

Aluminium weist die besten Reflexionseigenschaften über den gesamten benötigten Spektralbereich auf. Aluminium ist gut verfügbar und vollständig recyclebar. Daher ist Aluminium der ideale Werkstoff, um einen Reflexionsgrad von mehr als 95% zu erreichen. Durch die dünne Aluminiumbeschichtung kommt das Lumobag-Projekt mit geringen Mengen aus. So können aus der Aluminiummenge, die in einem großen SUV verbaut wird, mehrere Quadratkilometer Reflexionsfläche erzeugt werden.

Warum werden nicht stattdessen Photovoltaikanlagen errichtet?

Photovoltaikanlagen haben eine völlig andere Funktion – sie dienen der Stromproduktion. Etwa 20% der eingestrahlten Energie werden in elektrische Energie umgewandelt, der Rest in Niedertemperaturwärme, welche in der Erdatmosphäre verbleibt. Für die Reflexion der Sonnenstrahlung können sie daher nicht eingesetzt werden.

Entfernt das LumoBag-System Treibhausgase aus der Atmosphäre?

Nein, das LumoBag-System entfernt keine Treibhausgase aus der Atmosphäre, sondern kompensiert ihre Wirkung auf den Anstieg der Erdtemperatur. Mit der Verlegung eines Quadratmeters reflektierende Fläche (entspricht 4 LumoBags) kann der Ausstoß einer Tonne CO2 kompensiert werden – und zwar sofort. Dies verschafft Zeit, um die Treibhausgasemissionen weltweit zu reduzieren, ohne dass der Temperaturanstieg katastrophale Bereiche erreicht. Eine möglichst schnelle weltweite Dekarbonisierung ist und bleibt die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen den menschenverursachten Klimawandel.

Warum ist diese Lösung besser als andere?

Das LumoBag-Projekt ist beliebig skalierbar und vollständig reversibel, d.h. die reflektierende Fläche könnte bei Bedarf auch schnell rückgebaut werden.

Es gab andere Projekte mit Vorschlägen zur Einbringung verschiedener Substanzen in die Atmosphäre, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren. Bei unerwarteten Problemen – wie z.B. Schädigung der Ozonschicht – könnte man diese Substanzen nicht mehr entfernen.

Ein weiterer Vorteil: Die temperaturkompensierende Wirkung von LumoBag setzt sofort ein. Dies ist besonders wichtig, da wir nur mehr wenige Jahre bis zur Überschreitung der 1,5°C-Grenze haben.

Es muss festgestellt werden, dass keine vergleichbaren Projekte existieren, die sofort umgesetzt werden könnten. Nur ein rascher Fortschritt des LumoBag-Projektes kann die Begrenzung des Temperaturanstiegs sicherstellen.